Vom geruhsamen Leben am Glampingplatz am schönen See
Den Vormittag haben wir in unserem Flussbungalow auf der Ada Bojana also noch mit Planschen und Packen verbracht und sind dann gegen halb 12 Richtung Albanien aufgebrochen. Die Einreise nach Albanien war die unkomplizierteste von allen – der Grenzbeamte hat nicht einmal in unsere Pässe hineingeschaut, sondern nur gefragt, wie viele Personen im Auto seien. Dass diese Zahl mit der Anzahl der Pässe übereinstimmte, reichte ihm dann auch. Trotz der kurzen Fahrt wollten wir gerne einen Mittagessensstopp machen und Martin hatte dafür das sehr gut bewertete albanische Restaurante Del Pescatore rausgesucht. Das war dann ein richtig schickes Restaurant und ich kam mir in meinen Urlaubsgammelklamotten ein bisschen fehl am Platz vor. Die Kinder waren so beeindruckt vom Ambiente, dass sie sich ausnahmsweise halbwegs manierlich benommen haben. Und das Essen war wirklich enorm gut und unfassbar günstig – wenn jemand also mal nach Nordalbanien kommt, wäre es meine große Empfehlung, dort einzukehren. Nach dem Restaurantbesuch waren es dann nur noch ein paar Minuten bis uns die Burg Rozafa über Shkodra begrüßt hat.



Von Shkodra aus waren wir dann in einer weiteren Viertelstunde im Lake Shkodra Resort am Shokdrasee. Da waren wir vor drei Jahren bei unserer Albanien-Reise schon mal gewesen und es hatte uns so gut gefallen, dass wir gerne nochmal wiederkommen wollten. Und es war auch tatsächlich wieder sehr schön. Diesmal hatten wir uns den vollen Luxus gegönnt und uns die allergrößte der Unterkünfte im Glampingbereich gebucht – ein überdimensioniertes Baumhaus mit Wohnzimmer und Küche, zwei Schlafzimmern und zwei Bädern. Das war wirklich sehr komfortabel. Überhaupt ist der Campingplatz einfach weiterhin schön. Im Glampingbereich haben sie viele neue Unterkünfte gebaut, aber noch immer ist es deutlich luftiger als auf den meisten anderen Campingplätzen. Und noch immer ist es gerade in diesem Bereich einfach wahnsinnig entspannt, ruhig und geruhsam.



Wir haben also zweieinhalb Tage einfach absolut gar nichts anderes gemacht als ausgeruht und entspannt. Zwischendurch haben wir gelesen und gegessen und sind alle paar Stunden in den See gehüpft. Kurz gab es bei den Kindern etwas Aufregung, weil Jonathan unter dem Steg eine Schlange entdeckt hatte. Das war ein vollkommen harmlose Natter, die aber zugegebenermaßen recht groß war und vor allem Sophie hat etwas gebraucht, um mit dem Gedanken klar zu kommen, das Wasser mit einer Schlange zu teilen. (Dass Jonathan sie bei jeder Gelegenheit daran erinnert hat und Zischlaute von sich gegeben hat, war beim Überwinden der Ängste natürlich mäßig hilfreich.) Wir hatten aber trotzdem viel Spaß im Wasser und beim vom Steg hüpfen und an einem Nachmittag haben wir uns auch ein SUP ausgeliehen und den See erkundet, was beiden Kindern gut gefallen hat. Kurz hatten wir noch überlegt, nochmal zur Burgruine zu fahren oder ein bisschen das Hinterland von Shkodra zu erkunden, aber dann konnten wir uns nicht aufraffen.



Abends waren wir immer im Campingplatzrestaurant. Da ist das Essen zwar nicht überdurchschnittlich gut, aber man sitzt wahnsinnig schön und ich kann gar nicht sagen, wie oft ich den Sonnenuntergang dort schon fotografiert habe. Außerdem gibt es Aperol Spritz und die Kinder sind durch Fußballwiese und – in den letzten drei Jahren ebenfalls enorm vergrößerten – Spielplatz sehr gut versorgt und dadurch kein bisschen nervig gewesen. Es war deutlich voller als vor drei Jahren, aber da waren wir ja auch im ersten Nach-Corona-Sommer unterwegs. Die vielen Leute waren nicht störend.



Diesmal also reine Entspannung in Albanien, der südlichsten Station dieser Reise. Und von da aus ging es dann auch langsam wieder in Richtung Heimat – mit einem weiteren dreitägigen Zwischenstopp in Kroatien in der Nähe von Split.