Sapa

Von den grünen Bergen und bunten Menschen in Sapa


Grünes SapaNun also Kontrastprogramm zur Halong-Bucht. Nach einem Zwischentag in Hanoi mit Sightseeing und Wasserpuppentheater sind wir nun mit dem Nachtzug (diesmal teurer und komfortabler) in Sapa angekommSchöner Blick vom Hotelbalkonen. Das liegt schon fast an der chinesischen Grenze und ist ein kleiner Ort mitten in den Bergen. Hier ist es viel kühler (allerdings immer noch recht warm) und wir sind hauptsächlich zum Wandern hier. Heute haben wir schon eine kleine dreistündige Wanderung durch die Reisberge gemacht und morgen wollen wir mal schauen, was die Gegend noch so zu bieten hat. Spektakuläre Aussicht gibt es jedenfalls, Berge überall und wir wohnen auch in einem schönen Hotel (Cat Cat View Hotel) mit wunderschönem Blick. Grün soweit das Auge reicht. Wobei man es hier auch erstmal schaffen muss, von irgendeiner Stelle keinen schönen Blick zu haben.

 

Ansonsten ist Sapa vor allem eines – furchtbar touristisch. Es ist wunderschön und es lohnt sich durchaus, hierher zu kommen, aber es ist auch sehr Belagerungszustandanstrengend. Hier leben verschiedene Minderheitenvölker, die anders aussehen als die Vietnamesen und sich durch ihre bunten Kleider auszeichnen. Sie haben michEiner von vielen Wasserfällen ein wenig an die Indiostämme auf San Blas erinnert, was sehr interessant ist, liegt doch ziemlich viel Raum zwischen Panama und Vietnam. Jedenfalls haben die da sicher mal glücklich und zufrieden gelebt und irgendwas Sinnvolles gemacht, aber inzwischen beschränkt sich ihre Tätigkeit weitgehend darauf, ihre bunten Tücher (die angeblich schrecklich abfärben) an Touristen zu verkaufen. Und ich will keine bunten Tücher, ich wollte sie auf San Blas nicht und hier will ich sie auch nicht. Das wollen die Hmong und Daos und wie die Bergstämme alle heißen, aber partout nicht einsehen. Sie sprechen einen immerzu und immerzu an und stellen einem immer wieder die gleichen Fragen. Und ich würde mich ja tatsächlich gerne mit ihnen unterhalten, aber sie können ja nur 5 Fragen auf Englisch und wollen sich ja eigentlich auch gar nicht unterhalten, sondern ihr Zeug verkaufen. Und wir versuchen dann auch immer, ganz freundlich zu sein, aber es ist sehr sehr schwer, ihnen zu verdeutlichen, dass man nichts kaufen wird, auch dann nicht, wenn sie einem den ganzen Tag und über alle Berggipfel folgen. Wir waren trotzdem ganz viel Wandern, über die Reiseberge und an vielen schönen Wasserfällen vorbei, in denen man seine Füße kühlen konnte.

 

Nach drei Tagen sind wir dann zurück nach Hanoi gefahren und waren da noch eine Nacht. Und danach noch eine Nacht in Bangkok und dann ging es an den Heimflug, der Dank eines Upgrades in die Business Class diesmal durchaus erwähnenswert ist.

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