Bogotá

Vom den vielen Gesichtern Bogotás und dem netten Zipaquirá

 

So, da sind wir nun also gut in Kolumbien angekommen. Der Flug war ganz in Ordnung, Lufthansa hatte gutes Essen und eine ganz anstaendige Filmauswahl zu bieten. Nur sehr lang war es, 12 Stunden von Frankfurt nach Bogotá. Und etwas skuril war auch, dass wir ja die ganze Zeit mit dem Tageslicht geflogen sind und es deshalb um 12 Uhr Nachts unseres Zeitgefuehls immer noch hell war. Vom Flughafen in die Stadt zu kommen, war kein Problem, weil es am Flughafen Taxistände gibt, an denen der korrekte Fahrpreis vorab ausgerechnet wird, sodass man nicht über den Tisch gezogen werden kann. Also haben wir uns in das Hostel „Platypus“ fahren lassen. Wir waren voellig uebermuedet und sind um halb 10 hiesiger Zeit nur noch ins Bett gefallen.

 

Plaza BolivarGestern haben wir dann Bogotá erkundet. Und Bogotá ist seltsam. Ich habe gestern den Tag ueber ungefaehr 10mal meine Meinung zu dieser Stadt geandert. Am Anfang Bunte Häuserhabe ich mich nicht besonders wohl gefuehlt, was sicher auch am seltsam bedrohlichen Wetter liegt. In Bogotá hat es ja nie gutes Wetter, weil es mit 2600 Metern so hoch liegt und die Wolken in den Bergen haengen bleiben. Und deswegen ist der Himmel immer wolkenverhangen und es regnet auch immer wieder. Ganz Bogotá ist eine einzige Baustelle, ueberall wird gebaut, an allen Haeusern und Strassen. Wir sind auf die Plaza Bolivar gelaufen, einen der Hauptplaetze im zentralen Viertel Candelario. Und da sassen wir dann ein bisschen und haben uns erstmal aklimatisiert und die Kathedrale angeschaut. Spaeter haben wir dann auch noch einige ganz nette Viertel entdeckt, mit bunten Häusern und netten Geschäften.

 

Gold Gold GoldDanach waren wir dann die Hauptstrasse La Septima auf- und abspazieren. Die ist Sonntags naemlich fuer den Verkehr gesperrt und alle fahren Fahrrad und Rollerskates. Da fand Gold Gold Goldich Bogotá dann ganz sympathisch und habe mich gefreut, dass man ueberall leckere Empanadas und aufgeschnittene Mango kaufen kann. Wir waren dann auch im Museo del Oro, dem Goldmuseum, dem beruehmtesten Museum der Stadt. Und da gibt es ganz viel Gold aus praekolumbianischen Zeiten zu sehen und das war interessant und schoen. Spaeter waren wir dann in der Daemmerung noch in einem anderen Viertel unterwegs und da war die Stadt dann von einem auf den anderen Moment wieder sehr unheimlich. Eine bedrohliche Stimmung und ich wollte ganz schnell wieder weg. War wohl auch nicht die allerbeste Gegend, haben wir hinterher im Reisefuehrer gelesen. Und im Hostel haben sie erzaehlt, dass dort jemand am Tag zuvor ueberfallen wurde. Jaja.

 

Heute hatten wir dann schon genug von Bogotá und haben einen Tagesausflug nach Zipaquirá gemacht. Dafuer haben wir versucht, das Transmilenio-System zu verstehen. In Bogotá gibt es naemlich keine U-Bahn oder Strassenbahn, sondern seit 10 Jahren ein Schnellbussystem, Engel in der Salzkathedrale von Zipaquirádas die ganze Stadt abdeckt. Es ist Zipaquiráallerdings nicht ganz einfach zu verstehen und wir waren stolz, dass wir schliesslich da angekommen sind, wo wir hinwollten. Waehrend der Fahrt hat Bogotá dann nochmal ganz andere Seiten gezeigt, reiche Vororte und Hochhausgegenden. Von der Endstation des Transmilenio ging es dann noch mit einem anderen Bus in die Kleinstadt Zipaquirá, etwa 50 Kilometer von Bogotá. Da gibt es naemlich eine unterirdische Kathedrale zu bestaunen, die sie in eine ehemalige Salzmine gebaut haben. War ganz nett, wobei ich es ja huebscher gefunden haette, wenn das ganze einfach noch eine Mine gewesen ware. So gibt es eben einen eingehauenen Kreuzweg und einen grossen Kirchenraum und ganz viele Steinengel. Danach waren wir dann noch in Zipaquirá unterwegs, wo es sehr huebsch war. Da fuehlt man sich auf den Strassen absolut sicher und es gibt huebsche Haeuser und Plaetze. Mittags wird ueberall Fleisch gegrillt und wir haben eine riesige Platte mit verschiedenen Fleisch und Chorizo und Kartoffeln, Kochbanane und Yuka gegessen, was den Martin sehr gluecklich gemacht hat. Wir haben uns also den Bauch vollgeschlagen und sassen dann noch in der huebschen Stadt herum. Auch hier sehen die Bilder allerdings etwas trist aus, der graue Himmel verdirbt alle Fotos (An der Karibikkueste wird das dann hoffentlich kein Problem mehr sein). Aber tatsaechlich war das Wetter ganz angenehm, so um die 20 Grad schaetze ich. Allerdings regnet es auch immer wieder und in Bogotá wird es abends ziemlich frisch.

 

Ich freu mich also auf unseren naechsten Stopp San Gil, denn das liegt tiefer und da sollte es schon wesentlich waermer sein.

0 Gedanken zu „Bogotá“

  1. Hallo Ihr Zwei,

    schön das Ihr gut gelandet seid…! Da haben wir in München ja tatsächlich schöneres Wetter als Ihr in Kolumbien:)

    Lasst es Euch gut gehen und passt auf Euch auf..!
    Greta

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