Naivasha und Hell`s Gate National Park

Von wilden Tieren und wilden Bussen


So, nun sind wir also inzwischen von Nairobi nach Naivasha gefahren. Vor zwei Tagen haben wir uns in einem Kleinbus auf den Weg zum Lake Naivasha gemacht, was allein schon ein sehr aufregendes Erlebnis war. Nachdem man uns davon abgeraten hatte für diese Strecke ein Matatu zu nehmen, weil die ständig anhalten und die Fahrt deswegen Stunden dauert, haben wir ein shared taxi genommen, was allerdings auch gut vier Stunden gedauert hat, weil die erst losfahren, wenn alle 14 Plätze besetzt sind und das war eben erst nach eineinhalb Stunden. Es dauert hier eh immer etwas länger von Ort zu Ort zu kommen. Auch weil die Straßen zum Teil in einem mehr als katastrophalen Zustand sind. Immer schön langsam also.

 

Fishermans Camp am Lake Naivasha Die letzten zwei Tage waren wir dann im Fishermans Camp am Lake Naivasha, einem wunderbar ruhigen Zeltplatz direkt am See. Geschlafen haben wir in einer Art Blockhütte, die eigentlich 12 Betten gehabt hätte, es war außer Mela und mir allerdings nur noch ein anderer Typ da. Direkt oberhalb Lake Naivashades  Zeltplatzes war eine Straße mit einem Dorf, wo man jede Menge Obst kaufen konnte. Wir essen eh immer nur Obst. Weil es so schön billig ist und so gut schmeckt. Direkt sonnengereift sozusagen und nicht aldigereift. Außerdem wirkt alles, was kein Obst ist, oft gewöhnungbedürftig, wenn nicht ungenießbar. Die Dörfer hier sehen einfach sehr skuril aus, das ganze kommt mir manchmal direkt der Szenerie aus Tropico entsprungen vor. Falls das außer mir jemals jemand gespielt haben sollte. Oder wie im Fernsehen halt, jedenfalls irgendwie unecht. Sehr viele Touristen sind hier nicht unterwegs, Mela und ich sind sind meistens die einzigen Weißen und fallen dann doch ein bisschen auf. Vor allem die Kinder scheinen aber sehr fasziniert zu sein und wollen immer Hände schütteln. Auch ein wenig unwirklich, wenn man händeschüttelnd durch ein kenianisches Dorf rennt.

 

Fahrradfahren im Hell`s Gate National ParkZebras im Hell`s Gate National ParkGestern haben wir uns dann Fahrräder ausgeliehen und waren im Hell`s Gate National Park. Und da war es toll. Da fährt man mit dem Fahrrad durch den Park und vorbei an Zebras und Gazellen und Antilopen, die direkt am Wegrand stehen. Und ein paar Büffel waren auch da, an denen sind wir immer ganz vorsichtig vorbeigefahren, denn die sehen schon ziemlich einschüchternd aus. Und dass die so ganz harmlos sind, wage ich ja auch zu bezweifeln. Jedenfalls war das sehr beeindruckend.

 

Heute sind wir dann eben zurück nach Naivasha und wohnen da jetzt in einem Guest House, das nur 3 Euro die Nacht kostet und auch so aussieht. Es hat ungefähr den Charme eines MännergefänMännergefängnischarmehotel in Naivashagnisses und die Geräusche, die in der Nacht in die Zimmer gedrungen sind, haben auch irgendwie an eines erinnert. Die Fahrt hierher war der Wahnsinn. Das sind eigentlich nur 15 km, aber auf dieser Wahnsinnsstraße, die nur halb geteert ist und metertiefe Schlaglöcher hat, dauerte das ein bisschen länger. Außerdem waren 19 Personen in dem für 14 Personen gebauten Matatu und das hat die Fahrt ein wenig ungemütlich gemacht. Eigentlich wollten wir ja heute noch einen anderen Nationalpark fahren und ein da wandern gehen, aber heute Mittag hat mein Magen ein bisschen verrückt gespielt und deswegen haben wir das bleiben lassen. Jetzt bin ich aber schon wieder in Ordnung.

 

Generell geht es uns also gut, das Wetter ist prima und morgen machen wir uns auf den Weg nach Mombasa, was wohl insgesamt einen Tag und eine Nacht in Anspruch nehmen wird.

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