Mombasa

Von einer langen Zugfahrt und dem die Erwartungen übertreffenden Mombasa


Wir sind inzwischen nicht mehr in Naivasha, sondern in Mombasa angekommen. Für die Kenia-Unkundigen, das ist an der Küste. Und um hier her zu kommen haben wir, man lese und staune, glatte 16 Stunden gebraucht. Und dabei ist das jetzt nicht sonderlich weit, ich weiß nicht genau, wie weit, aber mehr als 500 km sind das nicht. Wir haben uns eine Zugfahrt geleistet und zZugfahrt von Nairobi nach Mombasawar sogar zweiter Klasse und sind mit dem Nachtzug hergekommen. Und das war eigentlich ganz ok soweit. Ich hatte ja erst meine Befürchtungen vonwegen kenianische Eisenbahn und so, aber das war eigentlich ein weitaus schZugfahrt von Nairobi nach Mombasaönerer Liegewagen als einer der deutschen Bahn. Was zugegebenermaßen auch nicht schwer ist. In den Liegewagen hier liegen jeweils nur vier Personen und mit uns im Abteil war eine sehr nette kenianische Frau mit Kind, das uns die ganze Zeit über blendend unterhalten hat. Es war also eigentlich eine ganz angenehme Zugfahrt,  vor allem wegen der Landschaft draußen, an der ich mich gar nicht sattsehen kann. Aber gegen morgen wurde es dann unerträglich heiß und deswegen waren wir dann doch reichlich fertig als wir hier angekommen sind. Nachdem es die Unterkunft in die wir eigentlich wollten anscheinend nicht mehr gibt, haben wir ein anderes Guest House gefunden. Wir werden immer ein wenig seltsam angeschaut, weil außer uns anscheinend nur noch eine afrikanische Fußballmannschaft in dem Ding wohnt und wir sowohl die einzigen Frauen als auch die einzigen Weißen da sind. Aber mit komischen Hotels haben wir ja jetzt schon Erfahrung.

 

Jetzt werden wir dann ein bisschen Mombasa Fort von Mombasaerkunden. Wir sind nur einen Tag da, aber der erste Blauer Himmel in MombasaEindruck ist ganz ok, Michis Darstellung aus dem letzten Jahr, nach der Mombasa ein stinkender Moloch ist, kann ich bisher nicht bestätigen. Meer und Himmel sind ziemlich blau. Und es gibt ein recht hübsches Fort, das man besichtigen kann. Allerdings hat man auch auch hier keine Minute lang seine Ruhe. „Jambo“, „Hello my friend“, „how are you“ bla bla. Das war in Naivasha besser, das war einfach so ein Kaff, dass einem dort niemand etwas andrehen wollte. Ansonsten geht uns beiden weiterhin gut. Wir sind ein bisschen in Malaria-Panik seitdem ein Mädel, das wir in Nairobi im Backpacker getroffen haben, nach einer Woche in Kenia Malaria gekriegt hat, aber anscheinend ist das eh nicht so schlimm zu behandeln, wenn man es kriegt und außerdem schlafen wir auch immer brav unter unseren Moskitonetzen und nehmen unsere Psychopillen (Lariam). Ansonsten haben wir auch noch keine negativen Erfahrungen gemacht, außer dass grade vorher jemand ziemlich ungeschickt versucht hat, meinen Rucksack aufzumachen. Nachdem ich ihn völlig entgeistert angeschaut hab ob so viel offensichtlicher Frechheit, hat er sich aber wieder verzogen.

Morgen geht es dann endlich zum Baden. Wir haben unser Ziel geändert und fahren jetzt nicht wie ursprünglich vorgesehen bis nach Malindi, sondern nur bis nach Watamu. Da ist es toll, sagt der Reiseführer, und nicht so überlaufen wie in Malindi.

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