Periyar Wildlife Park

Von dem Wandel meiner Beziehungen zu Affen und einem Semiklassedschungel


Meine Weintrauben nach dem BesitzerwechselAm nächsten Tag sind wir dann mit dem Bus von Cochin nach Kumily aufgebrochen, um dort in den Bergen den Periyar Wildlife Park zu besuchen, der auch ein Tigerreservat ist. Die Busfahrt war wirklich ein Abenteuer, weil wir nach etwa einer Stunde halb mit einem anderen Bus zusammengestoßen sind, also nicht so richtig, nur ein bisschen angeschrammt. Was auch kein Wunder ist, weil die fahren wie die absoluten Deppen und lieber 10mal laut hupen, bevor sie etwa ausweichen. Naja, jedenfalls sind dann alle Insassen der beiden Busse ausgestiegen und haben lautstark diskutiert, was man denn jetzt da machen sollte und wer schuld ist und so (zumindest vermute ich, dass es darum ging). Irgendwann sind aber dann alle wieder eingestiegen und wir sind dann einfach weitergefahren. Kurz danach hat es sinnflutartig angefangen zu regnen. Das war erst richtig toll, weil es auf einmal endlich kühler war, dann aber irgendwann nicht mehr so toll, weil es überall durchs Dach geregnet hat und dann doch auch ein wenig kalt war. Aber schließlich sind wir doch angekommen. Tagsüber Busfahren ist an sich echt interessant, weil man endlich mal was sieht vom Land. Komfortabel ist es aber wahrlich nicht. Vor allem wenn man in der letzten Reihe sitzt, ist es manchmal wie Achterbahnfahren. Man muss sich irgendwo festkrallen und wird ständig durch die Gegend geschleudert. Und es dauert einfach ewig. Viereinhalb Stunden für 90 km haben wir letztens gebraucht. Jaja.

 

Von Kumily aus waren wir dann vorgestern in diesem Nationalpark Eine sinnvolle Warnungund das war ganz nett. Erst sind wir zweieinhalb Stunden durch den Dschungel gewandert, wobei der Matthias schon festgestellt hat, dass das eher ein Mittelklassedschungel war. Also jetzt nicht so richtig Urwald. Aber ein paar sehr sehr große Bäume und lustige Pflanzen, hübsche Vögel und viele viele Affen haben wir gesehenDie Herren des Parks. Leider haben wir keine Elefanten getroffen, von denen es da eigentlich viele gibt, sondern nur ständig Elefantenmist und leider auch keinen Tiger, von dem nur die Kratzspuren an einem Baum. Ansonsten gab es eigentlich vor allem viele viele Affen. Überall waren die und ganz offensichtlich sind sie die wahren Herren des Parks. Mittags hat mir  ein Affe meine Weintrauben geklaut, indem er sie mir unverblümt aus der Hand gerissen hat. Ich hab wirklich versucht, die Tüte richtig festzuhalten, aber da hat man keine Chance und ich wollte jetzt auch nicht unbedingt gebissen werden. Dafür hat es uns dann ein paar sehr hübsche Affenphotos beschert. Trotzdem hat meine Affenzuneigung ein wenig unter den Biestern in diesem Park gelitten.

 

Eine richig große Schlange haben wir auch noch gesehen. Die lag in einer Grube und die ISchlangender waren auch alle ganz aufgeregt. Und die Affen auch. Ganz viele Inder haben die Schlange in der Grube angeschaut und ganz viele Affen haben die Inder angeschaut, die die Schlange angeschaut haben. Am Nachmittag hIndische Elefantenaben wir dann noch eine Bootsfahrt im Park gemacht und da haben wir dann auch Elefanten gesehen, allerdings von ziemlich weit weg. Wobei hier eh immer wieder ein paar Elefanten rumstehen, auf denen man reiten könnte, aber wir haben beschlossen, dass wir solchen touristischen Schnickschnack nicht machen. (anders als der Andi in Thailand, gell) und Elefantenfotos hab ich eh noch vom letzten Jahr aus Tansania, da misch ich einfach welche in die Indienfotos, das merkt eh kein Mensch. Wer kann die Ohrengröße schon auseinander halten?

 

In den Bergen gefällt es uns jedenfalls und deswegen wollen wir da noch ein bisschen bleiben und fahren weiter nach Munnar.

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