Mysore

Von irren indischen Großstädten und dem nahenden Ende


Seit gestern sind wir nicht mehr in Ooty, sondern wieder im Warmen und zwar in der wahnsinnig chaotischen Großstadt Mysore. Mysore ist südlich vonFarben (glaube ich - essen kann man das ja wohl nicht) Bangalore und nur noch 3 Chaos-MysoreStunden davon entfernt, was praktisch ist, weil wir ja wieder von Bangalore fliegen. Mysore ist einfach brutal chaotisch. Ständig, aber auch wirklich ständig, quatscht einen irgendwer an und will irgendwas. Ein Rikshaw anbieten oder ein Taxi, Obst verkaufen oder Schmuck oder geschmacklosen Plastikmist, wahlweise auch Fotos, Flöten oder Ohrenstäbchen. Oder natürlich auch einfach nur Geld oder eine Kugelschreiber oder was weiß ich was. Und keiner will glauben, dass wir den ganzen Schmarrn einfach nicht wollen. Und dass wir auch dann kein Rikshaw wollen, wenn sie uns damit halb umfahren. Sie scheinen das wirklich für eine gute Taktik zu halten in dieser Stadt. Jedenfalls ist es Chaos und ein bisschen stressig, aber inzwischen sind wir das ja gewohnt und irgendwie ist es ja schon auch lustig. Trotzdem wird es erstmal schön sein, in Deutschland wieder anonym und unfreundlich angeschwiegen durch die Straßen laufen zu können.

 

Heute waren wir den ganzen Tag in Mysore unterwegs. wir haben den Maharadschapalast angeschaut, der war Maharadschapalast in Mysoreeigentlich ziemlich cool. Ein Riesending mit viel Gold und Glitzer und allem. Am Nachmittag waren wir dann spontan im Zoo, weil es noch zu heiß zum weiter rumlaufen war und weil der Matthias unbediMaharadschapalast in Mysorengt noch Tiger sehen wollte, damit er sagen kann, dass er in Indien Tiger gesehen hat. Da gab es dann tatsächlich auch ganz nette Tiger und überhaupt war der Zoo ganz ok und ich liebe in den Zoo gehen ja sowieso und hier hat der Spaß auch nur 10 Rupien Eintritt gekostet und nicht 10 Euro wie daheim. Am späten Nachmittag waren wir dann noch auf einem Berg etwas außerhalb von Mysore. Das ist eine Pilgerstätte und es gab einen Tempel und eine geschmückte Riesensteinkuh und ganz viele Affen. Und eine lange Pilgertreppe, die wir dann runtergelaufen sind und furchtbar froh waren, dass wir sie nicht auch noch hochgelaufen waren, sondern den Bus genommen hatten.

 

Am letzten Tag haben wir es dann in Mysore nicht mehr ausgehalten und sind mit dem Bus ein wenig Fotobegeisterte Kinderaus der Stadt rausgefahren, an einen Fluß und in ein kleineres Dorf. Da war es dann friedlicher, zumindest bis zu dem Moment, in dem der Matthias seine Kamera sichtbar gemacht hat, dann waren nämlich auf einmal ziemlich viele Kinder um uns herum, die alle unbedingt fotografiert werden wollten. Morgen werden wir dann irgendwann nach Bangalore fahren, wo dann um halb 3 Uhr nachts unser Flug nach Hause startet. Vermutlich werden wir unsere letzten Stunden damit verbringen, verzweifelt zu versuchen Geld auszugeben. Wir haben jetzt noch jeder so um die 500 Rupien (10 Euro) und das ist viel zu viel um es noch auszugeben in zwei Tagen. Überhaupt war dieser Urlaub sowas von billig, dass es schier unglaublich ist. Ich hab hier in 4 Wochen mit allem drum und dran grad mal 300 Euro ausgegeben, das ist einfach unfassbar wenig. Aber um so schöner natürlich, dann muss ich zu Hause nicht hungern, weil ich kein Geld mehr hab.

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