Finca Ixobel

Von der meditativen Ruhe zwischen den grünen Hügeln

 

So gegen halb 2 waren wir aus Tikal zurück in Santa Elena und konnten gerade noch verhindern, mit allen anderen im Shuttle wieder zurück nach Flores gefahren zu werden. Stattdessen haben wir uns in der Mittagssonne zum Busbahnhof durchgekämpft und da nach einem Bus nach Poptún gefragt. Das liegt auf halbem Weg zwischen Flores und unserer Unterkunft am Río Dulce. Die Strecke ist eigentlich nicht so weit (4 Stunden), aber die letzte Fähre zu unserer Unterkunft am Río Dulce fährt mittags, so dass wir entweder im Hauptort am Río oder irgendwo zwischendrin für eine Nacht bleiben mussten. Spontan hatten wir uns für die Finca Ixobel entschieden, denn die klang sehr einladend. Und nachdem Poptún ein ziemlich kleines Kaff ohne irgendwelche Highlights ist, wurden wir dann am Busbahnhof sofort gefragt, ob wir nicht eigentlich zur Finca Ixobel wollten. Touristenwege sind sehr leicht ergründlich. Die Finca liegt etwa 5 km südlich von Poptún und etwas abseits der großen Straße, aber für nur wenig Geld mehr hat uns der Minibusfahrer direkt hingebracht, nachdem er die anderen Leute ausgeladen hatte. Das war also prima und so gegen 4 Uhr waren wir da.

 

Unser Baumhaus auf der Finca IxobelDie Finca wurde in den 70er Jahren als Eco-Lodge von zwei Amerikanern gegründet und ist ein absolutes Paradies. Sie ist riesig und hat vielfältige Schlafmöglichkeiten. Wir wohnen in einem Bungalow auf Stelzen, der am Ende einer riesigen Wiese liegt und eine tolle Terrasse mit Hängematte hat. Allein der Weg zum Haupthaus durch die Wiesen und Bäume ist wie eine Meditation. Auf dem Gelände gibt es einen kleinen Teich, in dem man baden kann und an dem Liegestühle stehen und auf dem Finca-Gelände gibt es auch ein paar markierte Wanderwege. Wir haben nur ungefähr 3 Minuten gebraucht, um uns absolut sicher zu sein, dass wir hier auf keinen Fall nur eine Nacht bleiben können, und um eine Mail zu schreiben und die Reservierung am Río Dulce um eine Nacht zu verschieben. Schon durch das Abendessen wurden wir in unserer Entscheidung mehr als bestätigt. Es gab ein Buffet mit lauter wundervollem Essen (Brot backen sie hier selber und Gemüse bauen sie auch selber an)Badeteich auf der Finca und auch alles andere, was wir bisher gegessen haben, war großartig. In unserer meditativen Stimmung wurden wir nur kurz unterbrochen, als eine Gruppe von etwa 30 amerikanischen Teenagern eingecheckt hat. Ich habe sofort angefangen, mir Sorgen zu machen, dass es mit der Ruhe nun vorbei sein würde (Martin mag das ganz besonders an mir, dass ich mir immer Horrorszenarien ausmale, bevor sie passieren). Und tatsächlich wäre es wohl friedlicher gewesen, wenn sie nicht da gewesen wären, aber für Teenager benehmen sie sich eigentlich ziemlich ok und kreischen auch nur gelegentlich (dann aber so schrill, wie das nur weibliche amerikanische Jugendliche können). Wir sind an unserem Tag auf der Finca also ein bisschen auf den umliegenden Hügeln spazieren gewesen und ansonsten geschwommen und am Teich gelegen. Und wir haben uns mit dem Papagei unterhalten, den es hier gibt, und einer (sehr grossen) Echse zugeschaut, die auf zwei Beinen laufen konnte.

 

Nun warten noch ein weiteres gutes Abendessen und eine ruhige Nacht unter einem wahnsinnig gut sichtbaren Sternenhimmel, bevor wir uns morgen vollkommen tiefenentspannt auf den Weg zum Río Dulce machen. Falls wir nicht doch für immer hier bleiben.

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