Tamale

Von der Entspannung und den Kuhkoepfen in Tamale

 

Nach der langen Reise aus dem Osten Ghanas nach Tamale waren wir also sehr froh, endlich hier zu sein. Nachdem uns ein Taxifahrer gut in das Catholic Guesthouse gebracht hatte, haben wir uns viel roten Staub abgewaschen und sind ins Bett gefallen.

 

Fruehstueck im Garten

Am naechsten Tag hat die Sonne gestrahlt als wir aufgewacht sind – was sehr schoen und ungewohnt war, da es bisher zwar warm, aber meist eher wolkig gewesen ist. Gefruehstueckt haben wir in dem netten Garten des Hostels – es immer toll, wenn man hier irgendwo draussen sitzen kann, denn oft ist das einfach nicht vorgesehen. Auch in Restaurants meist nicht – dabei frage ich mich, wer bei diesem schoenen warmen Wetter in stickigen, mit Energiesparlampen ausgeleuchteten Raeumen sitzen mag. Das einzige, was wirklich doof ist an Tamale, ist, dass es hier jetzt auch Muecken gibt. Bisher waren kaum welche da und hier fressen sie uns halb auf, allen langen Klamotten und Insektenmitteln zum Trotz. Hoffen wir mal, dass die Malaria-Prophylaxe wirkt und die keine anderen bloeden Krankheiten uebertragen.

 

Wie wir dann festgestellt haben als wir uns auf den Weg ins Zentrum der Stadt Tamales Hauptstrassegemacht haben (so ca. zwei Kilometer), ist es in Tamale auch deutlich heisser als in Accra (das ja am Meer liegt) oder Hohoe (das ja in den Bergen liegt). So eine richtige Stadt ist das hier gar nicht (obwohl Tamale doch 500.000 Einwohner hat), mehr ein ueberdimensioniertes Dorf – zumindest gibt es jetzt kein klassisches Zentrum, sondern es liegt alles einfach entlang einer grossen Strasse. Wir sind auf dem Markt gewesen, der aus vielen kleinen, dunklen, engen Gassen besteht, in denen man so ziemlich alles kaufen kaMoschee in Tamalenn (von Stoffen ueber Okraschoten bis hin zu Kuhkoepfen und anderen undefinierbaren Teilen von toten Tieren). Auch in unserem ersten ghanaischen Supermarkt waren wir, wobei es dort fast nur chinesische Produkte gab – die Chinesen draengen hier naemlich auf den Markt. Martin hat dann noch so eine Art Krapfen gefunden, die gerade frisch gemacht und fritiert wurden und ganz gut geschmeckt haben. Ansonsten haben wir ausgespannt und gelesen und das sehr schnelle Internet in einem Studienzentrum genutzt. Abends waren wir in einem recht schicken Restaurant Essen. Dass es schick ist, merkt man daran, dass es guten und schnellen Service gibt und nicht nur ghanaisches Essen gibt. Martin hat Pizza gegessen und das war zwar keine so richtige Pizza, aber es war ganz ok. Ich hatte indisches Essen. Es gibt hier oft indisches Essen und es schmeckt meistens gut, was ich sehr toll finde.

 

Abends haben wir dann in unserem Hostel noch die beiden Bamberger aus Hohoe wiedergetroffen. Beziehungsweise sie haben uns getroffen. Das war sehr nett, wir waren dann noch in einer recht huebschen Freiluftbar (unueblich fuer Ghana – sowohl dass die Bar huebsch als auch, dass sie openair war) etwas Essen und Trinken und haben Karten gespielt. Sonst gibt es nichts weiter zu berichten und Fotos gibt es auch kaum. Entschuldigt also die eher nichtssagenden Bilder, aber es gibt nicht so richtig viel Fotografierbares hier. Morgen werden wir uns auf den Weg in den Mole Nationalpark machen, da gibt es dann hoffentlich ein paar huebsche Elefantenbilder danach.

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