Hohoe

Von zwei Wasserfaellen im gruenen Hohoe

 

Die Fahrt von Accra nach Hohoe haben wir also in einem recht vollen, aber nicht voellig ueberfuellten Kleinbus zugebracht. Es gab sogar Klimaanlage, aber die Sitze waren sehr eng und deshalb die 4 Stunden doch eher anstrengend. Am meisten leid getan hat mir aber eine Mutter mit zwei Kindern, denn Kinder bekommen hier keine eigenen Sitze, sondern muessen auf dem Schoss gehalten werden. Und bei zwei Kindern und schmalen Sitzen funktioniert das eben nicht mehr so ganz gut.

 

HohoeDas Ankommen in Hohoe war anstrengend, weil es heiss war und uns mit den grossen Rucksaecken dann schon einige Leute angequatscht haben, aber wir sind dann zu Fuss zu unserer Unterkunft gelaufen. Und die Taste Lodge ist sehr nett, ein huebsches Zimmer und eine eigene Veranda haben wir. Und eigentlich ist Hohoe auch eine ruhige und unstressige Kleinstadt (also ruhig und unstressig fuer afrikanische Verhaeltnisse) in den Bergen im Osten Ghanas. Gestern Abend haben wir dann das erste Mal ghanaisch gegessen. Martin hatte Fufu bzw. Banku, das ist eine zaehe Pampe aus Maniokwurzeln und Kochbanane, die nach absolut gar nichts schmeckt, aber das Nationalgericht ist. Dazu gab es eine sehr scharfe Sauce. Mein Essen hatte einen unaussprechlichen Namen und ich weiss auch nicht, aus was es genau bestand (evtl. auch Maniok, aber mit Zwiebeln und Bohnen), aber es war gut gewuerzt und weniger pampig und recht gut. Beide hatten wir Fisch dazu, der sehr lecker war. Am naechsten Abend haben wir dann Garifoto (couscousaehnlich) und noch etwas anderes (der Martin behauptet, es hiess Ontondnodnoto, aber es hiess allerhoechstens so aehnlich). Das ist das, was man auf dem Foto sieht. Tagsueber hatten wir noch Yams probiert, auch irgendein Wurzelzeug, glaube ich. Das wird fritiert und schmeckt dann ein bisschen wie Pommes. Und zu allem gibt es scharfe Saucen, sehr sehr scharfe Saucen.

 

Am unserem Tag in Hohoe sind wir dann frueh aufgestanden und zusammen mit noch zwei anderen Deutschen aus Bamberg mit einem Taxi zu den Wli-Wasserfaellen gefahren. In einer halben Stunde konnte man gemuetlich zu den unteren Wasserfaellen wandern, die sehr huebsch waren. Sehr viel anstrengender war dann der Weg zu den oberen Faellen. Etwa eineinviertel Stunden ging es durch sehr dichten, dschungelartigen Wald und dabei immer steil bergauf. Aber der Weg war toll. Anfangs hat es geregnet, aber dann hatte man auch einen ganz huebschen Blick ins Tal. Bei mir ging es trotz noch nicht ganz abgeklungener Erkaeltung gut, aber einem der Bamberger ging es gar nicht gut und er musste umkehren. Die eigentlich geplante Nachmittagswanderung auf einen anderen Berg haben wir dann ausfallen lassen. An der Rangerhuette haben wir uGhanaische Balancierkuenstlerkinderns dann alle wiedergetroffen und eineinhalb Stunden auf den Taxifahrer gewartet, der eigentlich auf dem Parkplatz bleiben wollte. Ich weiss gar nicht, warum Leute ins Kloster gehen, um sich zu entspannen – einfach nach Afrika fahren, da gibt es die Entschleunigung voellig automatisch. Wir haben also eineinhalb Stunden lang Ghanaern beim den Weg auf und ab gehen zugesehen. Wobei das durchaus faszinierend ist, weil die ja alle Sachen so toll auf dem Kopf tragen koennen. Ach ja, und Huehnern und Ziegen konnte man auch noch zukucken. Grade als wir entnervt gehen wollten, um ein Tro-tro (Minibusse, die von Ort zu Ort fahren und alle aufpicken) zu nehmen, kam er dann. Immerhin hat er dann freiwillig nur die Haelfte des eigentlich ausgemachten Preises verlangt.

 

Den Rest des Nachmittags haben wir dann ausgeruht bzw. im Internet-Cafe verbracht. Die Verbindung war ermuedend langsam und Fotos hochzuladen aussichtslos. Aber immerhin faszinierend, dass es hier mitten in der afrikanischen Pampa ueberhaupt Internet gibt. Es haben uebrigens auch alle Ghanaer in diesem Internetcafe einen Facebook-Account. Entgegen unseres urspruenglichen Plans sind  wir dann schon am naechsten Tag weiter gefahren, um die lange Fahrt in Richtung Norden ein wenig aufzusplitten.

0 Gedanken zu „Hohoe“

  1. Achja, magst du deine neuen Einträge vielleicht bei Facebook verlinken? Dann sieht man gleich, wenn’s was Neues zu lesen gibt. Bin schon gespannt, wie die Reise weitergeht…

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