Beyin und Nzulezo

Vom Palmenparadies und den beschaulichen Wetlands

 

Wir sind also um Viertel nach 2 in der Nacht aufgestanden, um den Fruehbus von Kumasi nach Takoradi zu bekommen. Was macht man nicht alles, um ans Meer zu kommen. Der STC-Bus war aber dafuer auch wirklich sehr toll, kaum zu glauben, was fuer unterschiedliche Qualitaeten an Verkehrsmitteln es in diesem Land gibt. Sehr bequeme Sitze (nur 3 Sitze pro Busreihe) und auch sonst alles gut (bis auf den nervigen Videofilm, der die halbe Nacht lief). In Takoradi haben wir dann gleich ein Trotro gefunden, das direkt nach Beyin fuhr und so standen wir um halb 1 gluecklich im Beyin Beach Resort.

 

Und in Beyin war es wirklich sehr schoen. Am ersten und am letzten Tag hat leider das Wetter nicht ganz mitgespielt und der Himmel war wolkenverhangen (bloede Regenzeit), aber dazwischen hatten wir zwei Tage lang unglaubliches Glueck. Und mit blauem Himmel und Sonnenschein war Beyin ein paradiesischer Ort. Das Resort lag direkt am Meer und zwischen unserem Chalet und dem Unser Privatstrand in BeyinSandstrand waren nur ein paar Palmen. Ausser uns war auch nur noch ein anderes Paerchen aus Wuerzburg da, das wir lustigerweise schon aus dem Bus von Mole Unser Privatstrand in Beyinnach Kumasi kannten. Fuer einen Tag ist dann noch eine Gruppe von zwanzig 15jaehrigen Amerikanern eingefallen (die wir auch schon in Mole und in Kumasi gesehen hatten), aber die waren zum Glueck nicht einmal 24 Stunden da. Wir lagen also ganz allein am Strand und haben viel gelesen (es lebe das ebook) und haben Strandspaziergaenge gemacht. Es war toll, weil so wenig Touristen da waren, dass es  auch keine Strandverkaeufer gab. Gebadet haben wir auch, das Meer war aber recht wild. Sonst ist nicht viel passiert – einmal am Tag liefen immer Kuehe vorbei und einmal hat Martin den oertlichen Fischern dabei geholfen zu fischen, indem er mit 10 Ghanaern an einem langen Seil gezogen hat, das aus dem Meer kam. Aber nachdem das ziemlich lang gedauert hat, haben wir leider nicht mehr gesehen, was er dann letztendlich mitgefangen hat. Morgens gab es Mango und Ananas und echte Milch fuer den Tee (sonst gibt es immer nur Kondensmilch) und auch sonst war das Essen recht gut. Habe ich ueberhaupt schon die oertlichen Mangos gelobt? Ich weiss jetzt erst wieder, wie Mangos eigentlich schmecken sollen – das, was es bei uns gibt, kommt dem nicht einmal nahe. Ausserdem noch toll an Beyin war der naechtliche Sternenhimmel. Schon lange habe ich den nicht mehr so dreidimensional gesehen.

 

WetlandsEinen Vormittag haben wir einen Ausflug gemacht, denn das Stelzendorf Nzulezo ist nur 5 Kilometer von Beyin entfernt und die Ghana Wildlife Society, durch die man die Ausfluege dorthin organisiert, war gleich nebenan. Das Dorf selbst war jetzt nicht der Hammer, ist halt ein typisches ghanaisches Dorf, nur auf Stelzen im Wasser, aber die Kanutour zu dem Dorf, die durch die Amansaru Wetlands ging, war sehr schoen. Wir sind schon um 8 Uhr morgens losgefahren und es war sehr ruhig und friedlich und im Wasser haben sich die Palmen und Seerosen gespiegelt.

 

Heute morgen war es dann aber leider vorbei mit der Strandidylle und wir haben uns auf den Weg nach Cape Coast gemacht. Immerhin war der Himmel heute grau, sodass uns der Abschied nicht allzu schwer fiel.

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