Accra

Vom Luxus-Reisen und der entspannten Hauptstadt

 

So, da sind wir also gut angekoKairo bei Nachtmmen in Ghana. Die ganze Flugreise war wesentlich entspannter als vorher gedacht, was hauptsaechlich an Martins StarAllianceGold-Status lag (wer wissen moechte, durch welche Tricks und Kniffe er den erreicht hat, der wende sich direkt an ihn), der uns FirstClass-Einchecken beschert hat („Ich lasse Ihre Rucksaecke abholen.“) und noch viel wichtiger, Zugang zu den Lounges in Muenchen und Kairo ermoeglicht hat. Und ich haette das ja nicht geglaubt, aber das ist wirklich ein voellig neues Reisen so. Sehr viel entspannter. Luxus hello! Uebberraschend hat uns dann auch Egypt Air ein Umsonst-Hotel fuer unser 13-Stunden-Stoppover in Kairo gegeben. Das war zwar trotzdem alles ein bisschen stressig, weil der Flughafen in Kairo recht unuebersichtlich ist und wir lang gebraucht haben, um den Shuttle-Bus des Hotels zu finden, aber prinzipiell war es natuerlich super. Das Hotel war nicht umwerfend, aber es gab ein Bett und vom Balkon aus haben wir dann noch ein bisschen dem hupenden aegyptischen Verkehr zugeschaut. Kairo schien sehr lebendig und bunt zu sein. Viel Blinkendes und Leuchtendes.

 

Am naechsten Tag sind wir dann mittags nach nochmal 6 Stunden Flug in Accra angekommen. Dort sind wir vom Hostel abgeholt worden und das war also alles sehr stressfrei. Das Hostel („The Rising Phoenix“) lag direkt am Meer und man hatte von dort einen sehr huebschen Blick. Insgesamt hat der Phoenix wohl schon bessere Tage gesehen und es gab dort auch etwas viele kiffende Rastafaris, aber insgesamt war es fuer zwei Naechte schon ok. Die erste Nacht war recht unruhig, weil grosse Samstagsparty war (man stelle sich vor, man wuerde direkt in einer Disko schlafen – bzw. zwischen zwei Diskos, denn es kam verschiedene Musik aus zwei Richtungen), die zweite Nacht war dann besser. Ich war nur recht k.o., weil ich auf dem Flug krank geworden bin (aber jetzt geht es schon wieder).

 

In Accra sind wir eineinhalb Tage herumgelaufen und waren recht uebberrascht, wie sicher und entspannt die Stadt ist. Ein guter Teil lag sicher daran, dass wir an einem Sonntag da waren und es da wohl viel ruhiger ist. Am ersten Tag waren wir am Independence Square, der an Ghanas Unabhaengigkeit von 1957 erinnert und dahinter am Meer, wo man sehr schoen sitzen konnte. Am naechsten Tag sind wir durch die Stadtteile Osu (recht modern) und James Town (sehr arm) gewandert. Uebberraschend war, das man hier nahezu gar nicht angequatscht wird, sondern einfach in Ruhe durch die Strassen gehen kann. Das war in Kenia und Tansania doch oft anders. Also die Kinder winken schon, aber generell wird man entweder nicht beachtet oder freundlich gegruesst.

 

Ich finde Afrika auch bei diesem zweiten Besuch einfach faszinierend. Mir ist schon klar, dass man da als westlicher Besucher auf einem schmalen Grat wandelt, weil das, was man faszinierend findet, fuer die, die dort leben, arme unmalerische Lebensrealitaet ist, aber dennoch ist es einfach unglaublich spannend zu sehen, wie anders Leben auch sein kann. Viel Leben auf der Strasse und sehr viele Kinder. Hier haengen ueberall Schilder mit Lebenstipps, Hygiene- und Ernaehrungshinweise oder auch, dass man sich bei Problemen an ein Gericht wenden soll und keine Selbstjustiz verueben soll. Sonst haengen hier gerade sehr viele Plakate des Praesidenten, der ist naemlich letzte Woche gestorben und jetzt sind ganz viele Trauerfeiern (die allerdings eher Trauerpartys sind, es wird viel gesungen und getanzt) und alle laufen mit roten Sachen herum (rot ist hier anscheinend die Farbe der Trauer).

 

Der Montag war dann unser letzter Vormittag in Accra. Wir sind zu Fuss durch die nun schon wesentlich lebhaftere Stadt zur Tudu Station gelaufen und haben dort auch gleich einen Kleinbus gefunden, der uns nach Hohoe gebracht hat.

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