San José

Von einem etwas hektischen Reisebeginn und der netten deutschen Botschaft in San José


Nun also los nach Mittelamerika – Startpunkt war Costa Rica. Letzten Mittwoch sind wir spät abends in Frankfurt losgeflogen und die Reise war dann insgesamt doch ein bisschen anstrengend. Und der Service bei Condor ist nicht unbedingt zu empfehlen. Schrecklich schlechtes Essen und keinen eigenen Bildschirm und überhaupt. Da waren alle Fluganbieter der letzten Jahre weitaus besser. Aber schließlich sind wir Donnerstag in aller Herrgottfrühe dann doch angekommen und haben auch gut den Bus gefunden, der nach San José (etwa 30 km entfernt vom Flughafen) gefahren ist und das Hostel haben wir auch gut gefunden. Insgesamt war es ein sehr entspanntes Ankommen, nicht so wie in Bangalore oder Nairobi, keine nervigen Taxifahrer und auch San José auf den ersten Eindruck angenehmer als vorher gedacht.

 

Ja, wie gesagt, alles sehr entspannt – zumindest bis genau zu dem Moment, in dem der Matthias dann im Hostel festgestellt hat, dass sein Geldbeutel nicht da ist. Mit dem Pass und den KDeutsche Botschaft in San Joséarten und ein bisschen Geld und dem Rückflugticket. Ab da war es dann auf einen Schlag nicht mehr so ganz entspannt. Wir haben also nur unsere Rucksäcke abgestellt und sind wieder los. Nochmal zum Busbahnhof, dann zur Polizei (die ziemlich schwer zu finden war, weil die Polizisten auf der Straße leider nicht wussten, wo die Polizeistation ist und weil die Station keine Beschriftung hatte), dann zur Botschaft (die ziemlich schwer zu finden war, weil sie anscheinend in den letzten Jahren mal umgezogen ist und wir deswegen auf der Polizei eine falsche Adresse gekriegt hatten. Und außerdem war sie am hintersten Ende San Josés), dann zu Condor. Am Anfang noch ohne Geld, ohne Trinken, ohne Essen. Wir waren dann doch ein wenig mit den Nerven am Ende. Allerdings war dann alles gar nicht ganz so schlimm, die auf der Polizei haben die Anzeige entgegen genommen und waren dabei unerwartet nett und die Frau auf der Botschaft war sogar supernett. Und mein Spanisch funktioniert erfreulicherweise ganz ordentlich, das immerhin hat der ganze Stress gezeigt. Am meisten Sorgen hatten wir uns eigentlich gemacht, ob der Matthias schnell einen neuen Pass kriegen würde, weil eigentlich wollten wir ja gar nicht so viel in Costa Rica reisen, sondern mehr in Panama und Nicaragua. Aber er kriegt spätestens nächsten Dienstag einen neuen Pass und ein neues Flugticket haben wir auch schon gekriegt. Und am Donnerstag Abend waren wir zwar dann einigermaßen fertig, aber schon wieder ganz zuversichtlich. Wo der blöde Geldbeutel hin ist, weiß kein Mensch.  Matthias schwört auf heimtückische Diebe, ich auf Schussligkeit, aber ist ja auch egal, weg ist weg. Gott sei Dank fliegen wir nicht über die USA zurück, da wäre es dann schlimmer gewesen, weil man da mit dem vorläufigen Pass nicht durchfliegen darf. Aber so, ärgerlich zwar und furchtbar blöd (und teuer für den armen Matthias), aber keine Katastrophe.

 

Immerhin beschert uns das nun noch ein paar Tage mehr in Costa Rica, denn vor Dienstag kommen wir hier ja nicht raus. San José hat nun nicht so wahnsinnig viel zu bieten und ab Mittag regnet es immer und im Hostel kiffen alle die ganze Zeit nur und schauen fern. Wir werden uns deshalb morgen auf den Weg ans Meer machen, Ziel ist Montezuma.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Do you want to see the world?