Puerto Madryn, Peninsula Valdés und Punta Tombo

Von Seelöwen, See-Elefanten und vor allem von Pinguinen

 

Losgefahren in Buenos Aires, eingeschlafen in der Pampa (allerdPatagonische Steppeings erst recht spät, weil es Andesmar – das Busunternehmen – für eine gute Idee gehalten hat, das Abendessen erst um dreiviertel 1 nachts zu servieren und einen Film bis um halb 2 laufen zu lassen), aufgewacht in Patagonien. Die Landschaft sah nun ganz anders aus, aber sie war immer noch sehr flach und völlig ohne Menschen. 3Puerto Madryn0% der Bevölkerung leben in Buenos Aires, sagt der Reiseführer. Mit dreistündiger Verspätung sind wir dann in Puerto Madryn angekommen und hatten über Nacht gute 1300 km zurückgelegt. Puerto Madryn selbst hat jetzt nicht wahnsinnig viel zu bieten, ist aber ein ganz nettes Städtchen. Das Hostel (La Tosca) war sehr hübsch, mit schönem Garten und nettem Zimmer im 1. Stock. Als wir angekommen sind hat uns erstmal Regen empfangen, aber dafür hatten wir dann die nächsten beiden Tage sehr viel Glück und durchgehend Sonnenschein. Wir haben den Nachmittag genutzt, um am Strand spazieren zu gehen und die Touren für die nächsten beiden Tage zu organisieren. Wir hatten auch überlegt, selbst ein Auto zu mieten, aber 9000 Peso Selbstbehalt war uns zu viel Risiko.

 

Am nächsten Tag haben wir dann einen Ausflug auf die Peninsula Valdes gemacht. Mit dem Kleinbus ging es erst zu den Seelöwen und dann zu den Pinguinen. Auf Valdes gibt es allerdings nur ein paar Pinguine. Orcas hätte man theoretisch auch sehen könne, haben wir aber nicht. Als absolutes Highlight wird angesehen, wenn man einen Angriff der Orcas auf die Seelöwenbabys beobachten kann, aber ich glaub, das hätte ich gar nicht unbedingt sehen müssen. Dafür sind uns noch weitere ortstypische Tiere begegnet, nämlich Guerteltiere, Maras (eine Art Känguruh-Hasen-Mischung), Choiques (eine Art Strauß) und Guanacas (eine Art Lama). Dann wurden wir von der Tour noch eine Dreiviertelstunde in einem Ort ausgesetzt, in dem es absolut nichts zu sehen gab. Ein Pinguin ist immerhin vorbeigeschwommen. Aber hier einfach ein paar Bilder der Tiere.

Gürteltier

Seelöwen

Pinguin

Choique

Guanacos

Maras

 

Am zweiten Tag haben wir eine Tour mit einem anderen Anbieter gemacht, der uns auf die Isla Escondida und nach Puerto Tombo gebracht hat. Ersteres war ein vollkommen einsamer und sehr schöner Strand, an dem ganz viele See-Elefanten herumlagen, die man ganz aus der Nähe beobachten konnte. Und in Puerto Tombo gibt es eine riesige Pinguin-Kolonie. Man kann zwischen tausenden von Tieren spazierengehen und ich war ganz glücklich. Nun haben wir Millionen See-Elefanten- und Pinguin-Bilder, von denen es hier nur eine kleine Auswahl gibt.

See-Elefant

See-Elefant (alt und deshalb mit häßlischem Rüssel)

See-Elefant

Pinguin

Begegnung

Kleiner Pinguin

Pinguine

 

Insgesamt waren das also zwei sehr volle und lohnende Tage, an denen wir tolle Landschaft und Tiere gesehen haben. Und sehr lecker Meeresfrüchte essen konnte man in Puerto Madryn auch. Jetzt reicht es uns allerdings auch mit geführten Touren. Ich finde es immer wahnsinnig anstrengend, wenn da jemand vor sich hinredet und mir Zeug erzählt, das ich gar nicht alles wissen will, und mir der ganze Tagesablauf minutiös vorgeschrieben wird. Deswegen sind wir nun auf dem Weg in die Wandereinsamkeit und gerade im Bus nach Bariloche – immer noch (Nord-)Patagonien, aber ganz auf der anderen Seite, im Westen von Argentinien, schon fast an der chilenischen Grenze.

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