Iguazú

Von viel Wasser und vielen Menschen

 

Nach dem Roadtrip rund um Salta ging es nun weiter zur nachsten Station in das 22 Stunden entfernte Puerto Iguazú, um da riesige Wasserfaelle anzuschauen. Aber schliesslich ging auch diese letzte Busfahrt zu Ende und wir kamen morgens um 9 Uhr an. Wir hatten ein Zimmer im Garden Stone Hostel vorgebucht und das Hostel war super. Das Zimmer war huebsch, es gab einen Pool und einen tollen Garten und eine Outdoorkueche.

 

Panaromablick ueber die FaelleGleich nach der Ankunft sind wir relativ ueberstuerzt wieder aufgebrochen, um einen Bus auf die brasilianische Seite der Faelle zu bekommen, denn die Busse gingen nur viermal am Tag. Das war ein bisschen stressig und im Nachhinein waere ich wohl erst spaeter gefahren. So wie ich im Nachhinein auch sowieso an beiden Tagen jeweils die Vormittage am Pool verbracht haette und erst nachmittags in den Parque Nacional de Iguazú gefahren ware. So hatten wir naemlichSonnernuntergang am Dreilaendereck leider nicht so viel von dem tollen Pool und nachdem das Wetter strahlend und sehr heiss war, war das ein bisschen schade. Aber gut. Am ersten Tag sind wir also gleich mit dem Bus nach Brasilien. Die Einreise ist hier voellig unproblematisch und man bekommt nichtmal einen Einreisestempel (was ich sehr schade fand, weil ich die Stempel in meinem Pass so mag). Auf dieser Seite des Parks hat man einen tollen Panoramablick ueber die Wasserfaelle. Und der Blick war auch wirklich super, allerdings war es wahnsinnig voll im Park.  Vielleicht lag es auch daran, dass wir in der Osterwoche unterwegs waren, aber die Menschenmassen waren eigentlich schon jenseits des noch ertragbaren. Auf beiden Seiten ist auch alles komplett durchorgansiert und man wird mit Bus bzw. Zug zu den Aussichtspunkten gebracht. Aber wie gesagt, die Faelle selbst waren recht beindruckend und besonders lustig war eine Plattform direkt unterhalb des Wasserfalls, auf der man von der Gischt klitschnass wurde. Da merkt man dann schon, was fuer eine gewaltige Kraft dieses Wasser hat. Zurueck im Hostel haben wir dann nicht mehr viel gemacht, ein bisschen gebadet, das Staedtchen angeschaut und Abendessen gekocht (ich will auch eine Outdoorkueche haben!). Ach ja, und zum Sonnenuntergang sind wir an den Fluss gegangen und haben mit Blick auf drei Laender (Argentinien, Paraguay, Brasilien) zugesehen, wie die Sonne im Dschungel versunken ist.

 

Faelle mit RegenbogenAm zweiten Tag stand dann die argentinische Seite des Parks an. Nach einem grossartigen Fruehstueck (das beste Hostel-Fruehstueck in ganz Argentinien) und einem halben Stuendchen am Pool ging es wieder mit dem Bus in den Park. Auch hier war es sehr voll, aber die Massen haben sich ein bisschen besser verteilt als auf der brasilianischen Seite, weil es mehr Wege gibt. Schlimm waren vor allem die riesigen Reisegruppen, denn wenn vor einem auf einmal 40 Nasenbaer auf FutterjagdLeute den ein Meter breiten Weg versperren, geht halt gar nichts mehr. Ich habe mir geschworen, in meinem Leben niemals Teil einer Reisegruppe zu sein. Wir sind zuerst den Circuito Inferior gegangen, den unteren Weg, und dann den Circuito Superior. Auf beiden hatte man immer wieder tolle Blicke auf die Faelle. Besonders faszinierend sind die Regenboegen, die sich bilden, das sieht sehr huebsch aus, fast ein bisschen kitschig. Am Ende faehrt man dann mit einem Zug Richtung Garganta del Diablo, der Teufelsschlucht, wo man von oben auf die rauschenden Faelle schauen kann. Danach wollten wir noch den Sendero Macuro gehen, einen etwas abseits gelegenen Weg, der zu einem kleineren Wasserfall fuehrt. Wir konnten uns gerade noch hineinschmuggeln, obwohl der Weg eigentlich schon um 3 Uhr schliesst und wir eine halbe Stunde zu spaet dran waren. Leider mussten wir dann aber am Ende feststellen, dass das eigentliche Highlight des Wegs, der Weg hinunter zum Fuss des Falles, gesperrt war. Das war etwas schade, denn wenn wir das gewusst haetten, haetten wir uns wahrscheinlich nicht dafuer eineinhalb Stunden von Muecken auffressen lassen. Aber insgesamt war der Tag im Park schon sehr spannend, wenn auch hier einfach viel zu viele Menschen waren. Lustig waren die Nasenbaeren, die im Park leben. Also eigentlich ist es nicht lustig, weil sie vollkommen domestiziert sind durch die vielen Menschen und staendig Essen klauen, aber zum Zuschauen trotzdem ein ziemlicher Spass.

 

Ja, das waren unsere beiden Tage in Iguazú. Es war sehr schade, dass wir nicht noch einen Tag laenger hatten, gegen einen reinen Pooltag haette ich absolut nichts einzuwenden gehabt und ich habe dem Pool ziemlich hinterhergetrauert. Aber am naechsten Tag mussten wir schon ziemlich frueh zum Flughafen, um unseren Flug nach Buenos Aires zu bekommen, wo wir die letzten Urlaubstage verbracht haben.

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