Buenos Aires

Von Hafenspaziergängen und bunten Häusern in der entspannten Metropole Buenos Aires

 

Nachdem das Packen und letzte Sachen Organisieren mal wieder länger gedauert hatte, als In der Lounge in Romgedacht, waren wir schließlich doch glücklich am Münchner Flughafen, von dem aus es abends Richtung Argentinien ging. Trotz ja doch schon frühlingshaften Temperaturen lag Bayern von oben übrigens noch unter einer ziemlichen Schneedecke. Der Flug ging über Rom und war nicht wahnsinnig komfortabel, weil die Sitzabstände eher minimal bemessen waren. Aber in München und in Rom konnten wir auch diesmal wieder in die Lounge, weil Martin, der Fuchs, es irgendwie geschafft hat, auch für das Skyteam einen goldenen Vielflieger-Status zu bekommen. War wohl wieder einmal äußerst trickreich gemacht, mit einem Angebot, das eigentlich nur für Dänen galt, sie das aber irgendwie nicht hingeschrieben haben. Jaja, dieser Mann wird mich gut durchs Leben bringen.

 

Auf der Avenida 9 de JulioUm 8 Uhr morgens kamen wir dann in Buenos Aires an und nachdem wir uns durch lange Schlangen bei der Pass- und Gepäckkontrolle gekämpft hatten, per Taxi auch gut zum Hostel Casa Rosada(Ayres Porteños). An Geld zu kommen war etwas schwierig, nachdem sämtliche Geldautomaten am Flughafen nicht funktioniert haben. Also mussten wir wertvolle Dollar zum schlechten Kurs umtauschen (alles recht kompliziert mit dem Geld hier, weil es einen legalen schlechten und einen inoffziellen besseren Umtauschkurs gibt). Nachdem das Zimmer erst nachmittags bezugsfertig war, sind wir gleich zu einem ersten Stadtbummel aufgebrochen. Zuerst durch San Telmo, das Stadtviertel, in dem wir auch gewohnt haben. Da ist es sehr hübsch, viele alte Häuser und eine sehr angenehme Atmosphäre. Überhaupt ist Buenos Aires sehr relaxed – völlig anders als andere süd- und mittelamerikanische Städte, die ich schon kannte. Dann sind wir die Avenida 9 de Julio entlang gegangen, die angeblich breiteste Straße der Welt und haben da sehr gutes Essen gefunden. Ein ganzer Laden mit leckeren (in diesem Fall sogar vegetarischen) Sachen, die dann nach Gewicht bezahlt werden. Ein tolles System. Schließlich sind wir noch zur Plaza de Mayo, dem Hauptplatz der Innenstadt, und haben uns da unter dem tosenden Lärm verschiedener Demonstrantengruppen (der Reiseführer sagt, irgendjemand demonstriert dort immer, und scheint damit recht zu haben) den Regierungssitz, die Casa Rosada, und viele hübsche Häuser angeschaut.

 

Hostel Ayres PortenosDanach konnten wir dann auch endlich im Hostel einchecken und haben uns in dem wirklich sehr hübschen Zimmer erstmal ausgeruht. Das ganze Hostel war bunt angemalt und unser Zimmer hatte sogar einen kleinen Balkon. Ein bisschen ausgeruhterPuerto Madero haben wir dann noch einen Abendspaziergang entlang der Hafenbecken von Puerto Madero gemacht, einem sehr modernen Stadtteil (in dem die ganzen Fußballspieler, Neureichen und korrupten Politiker wohnen, wie uns heute ein Taxifahrer erklärt hat, der in den 20 Minuten, in denen wir mit ihm unterwegs waren, auf nahezu alles in Argentinien geschimpft hat). Es war dann noch ziemlich was los in der Stadt, weil ein Spiel der Boca Juniors war, deren Fans in Bussen mit Polizeieskorte zum Stadion gefahren wurden. Die Bocas haben dann allerdings verloren, haben wir heute im Fernsehen gesehen. Beim Empanadas-Kaufen bin ich übrigens zum ersten Mal mit den Besonderheiten der argentinischen Aussprache konfrontiert worden: Zu erkennen, dass etwas, das „seboscha“ ausgesprochen wird, „cebolla“ (im Spanischen „seboja“ gesprochen, eigentlich sogar mit „th“ am Wortanfang, zu Deutsch „Zwiebel“) heißen soll, hat mich etwas überfordert.

 

CaminitoDer nächste Tag war auch unser vorest schon letzter CamenitoTag in Buenos Aires – in drei Wochen kommen wir ja nochmal zurück. Vormittags waren wir in Caminito, das sind drei Straßenzüge im Stadtteil La Boca, in denen man anders als im Rest des eigentlich sehr armen Viertels nicht überfallen wird, sondern zusammen mit ganz vielen anderen Touristen bunte Häuser fotografieren kann. Sehr touristisch war das, aber dafür waren die Häuser auch wirklich sehr fotogen. Das Wetter war – wie gestern auch – sehr angenehm, sonnig und warm, aber nicht zu heiß.

 

Ja, und das war es von unserer ersten Station in Argentinien. Am Nachmittag sind wir zum Busbahnhof gefahren und haben da einen Panorama-Busfahren durch Buenos AiresBus bestiegen, der uns in den Süden nach Puerto Madryn bringen wird. Im Bus ist sensationell viel Platz (was gut ist, denn wir sind Pampaauch 18 Stunden mit ihm unterwegs) und dank Peppi, der die Tickets für uns gebucht hatte, haben wir Plätze oben ganz vorne, was ein grandioses Busfahrerlebnis ist. Aus Buenos Aires herauszukommen hat gute zweieinhalb Stunden gedauert und seitdem fahren wir durch die Pampa, die der Pampa ihren Namen gibt. Jetzt ist es dunkel (wir sind diesmal modern unterwegs, mit Tablet, weswegen ich die Busfahrten zum Schreiben nutzen kann), aber davor sind wir durchs argentinische Nichts gefahren. Schnurgerade Straße, alles flach, alles grün und überall Kühe. Ich bin gespannt, ob es immer noch so aussieht, wenn es morgen früh wieder hell wird. Dann sind wir hoffentlich auch schon fast in Puerto Madryn.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Do you want to see the world?